Förderung

02.04.2026

Young Talents in Clinical Research: Ausschreibung 2026

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Mit dem Förderprogramm «Young Talents in Clinical Research» (YTCR) ermöglichen die Gottfried und Julia Bangerter-Rhyner-Stiftung und die SAMW jungen Ärztinnen und Ärzten eine erste Forschungserfahrung. Demenz Forschung Schweiz – Stiftung Synapsis unterstützt das Programm neu mit zusätzlichen Mitteln im Bereich Neurodegeneration. 2026 stehen bis zu 1,2 Millionen CHF zur Verfügung, um Nachwuchskräften «protected research time» bzw. die Durchführung eines eigenen Forschungsprojekts zu finanzieren. Eingabefrist für Gesuche ist am 30. Juni 2026.

Mit den beiden Instrumenten «Beginner Grants» und «Project Grants» ermöglicht das YTCR-Programm eine zweistufige Unterstützung für Mediziner:innen, die ergänzend zur klinischen Tätigkeit erste Erfahrungen in der Forschung sammeln möchten. Gesuche müssen auf Englisch verfasst sein und online registriert werden. Detaillierte Informationen zu den Teilnahmebedingungen, zur Gesuchseingabe und zum Evaluationsverfahren finden Sie im Reglement, auf unserer Webseite und in den FAQ.

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Publikationen

01.04.2026

SPHN: Von der Initiative zur nachhaltigen Dateninfrastruktur

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Seit 2017 arbeitet das Swiss Personalized Health Network (SPHN) am Aufbau einer schweizweiten Dateninfrastruktur, die klinische Daten aus Spitälern sowie weitere gesundheitsrelevante Daten für Forschungszwecke auffindbar, interoperabel und sicher zugänglich macht. Im Schwerpunkt des aktuellen SAMW Bulletins blickt Prof. Matthias Baumgartner, SPHN-Präsident und Vorstandsmitglied der SAMW, auf die beiden Förderphasen bis 2024 zurück und gibt einen Ausblick bis Ende 2028.

Auch die Kommission für Tierversuchsethik (KTVE) blickt im Bulletin 1/2026 sowohl zurück – auf das Engagement ihres Präsidenten Hanno Würbel – als auch voraus auf mögliche Reformen des Bewilligungsverfahrens für Tierversuche. Lesen Sie zudem, mit welchen Themen sich die Zentrale Ethikkommission (ZEK) im Bereich Digitalisierung befasst und wie zwei ehemalige Young Talents in Clinical Research ihr Forschungsjahr erlebt haben. Ergänzend finden Sie Informationen zu einem Besuch aus Korea sowie zum MD-PhD-Stipendienprogramm.

SAMW Bulletin 1/2026 (PDF)

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Projekte

31.03.2026

smarter medicine: Top-5-Liste für Spitex Pflege publiziert

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Der Verein «smarter medicine – Choosing Wisely Switzerland», dessen Trägerschaft die SAMW angehört, setzt sich für die optimale Gesundheitsversorgung in der Schweiz ein. Er fördert die Erarbeitung von Top-5-Listen, womit Fachgesellschaften Interventionen bestimmen, die ganz zu vermeiden oder nur unter bestimmten Bedingungen anzuwenden sind. Im März 2026 hat die Akademische Fachgesellschaft Spitex Pflege des Vereins für Pflegewissenschaften Schweiz (VFP) im Rahmen von smarter medicine eine Top-5-Liste veröffentlicht.

Die Empfehlungen des VFP zeigen, wie Pflege zu Hause wirksam, sicher und patientenzentriert gestaltet werden kann. Sie fokussieren auf die gezielte Förderung der Ressourcen von Klientinnen und Klienten, den Einbezug von Angehörigen, das frühzeitige Erkennen von Risiken sowie den Verzicht auf unnötige pflegerische Interventionen. Ziel ist es, die Selbständigkeit zu erhalten und die Versorgungsqualität zu sichern. Die Top-5-Liste können Sie hier herunterladen, alle anderen Listen sind auf der Website von smarter medicine verfügbar.

Top-5-Liste herunterladen (PDF)

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Akademie

30.03.2026

Die SAMW im Austausch mit Medizinstudierenden

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Vom 27. bis 29. März hat in Bern die Swiss Medical Students’ Convention (SMSC) stattgefunden. Der Schweizerische Verband der Medizinstudierenden swimsa hat die SAMW eingeladen, sich mit einem Stand zu beteiligen. Die Veranstaltung, die zweimal jährlich durchgeführt wird, bietet Medizinstudierenden die Möglichkeit, sich auszutauschen, zu informieren und Netzwerke zu knüpfen. Im Zentrum dieser Ausgabe standen das Gesundheitssystem und die Frage: «Who cares?!»

Das reibungslose Funktionieren des Gesundheitssystems ist ein wiederkehrendes Thema in der öffentlichen Debatte und beschäftigt auch die Medizinstudierenden. Im Studium selbst wird das Thema jedoch kaum behandelt. Die SMSC bot einen Überblick über die Strukturen, Zuständigkeiten und Beziehungen, die das System prägen, in dem die Studierenden einst arbeiten werden. Viele von ihnen machten am Stand der SAMW Halt, um sich mit Generalsekretärin Valérie Clerc über gemeinsame Anliegen und die Aktivitäten der Akademie auszutauschen.

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Ethik

23.03.2026

Digitalisierung in der Medizin: Aktuelle Entwicklungen im Fokus der ZEK

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In der medizinischen Praxis kommen vermehrt digitale Anwendungen zum Einsatz. Sie können die Versorgungsqualität verbessen, versprechen mehr Effizienz und eröffnen neue Formen der Zusammenarbeit. Gleichzeitig stellen uns diese Entwicklungen vor neue medizin-ethische Herausforderungen. Die Zentrale Ethikkommission (ZEK) der SAMW bearbeitet derzeit Fragen zur digitalen Überwachung und zu klinischen Informationssystemen (KIS), um zu einem verantwortungsvollen Umgang in der Praxis beizutragen.

Auf Bettenstationen und in der Langzeitpflege werden zunehmend digitale Überwachungssysteme eingesetzt, die mehr Effizienz und grössere Patientensicherheit ermöglichen sollen. Sie sind jedoch kein Ersatz für den persönlichen Kontakt und eine fürsorgliche Zuwendung. Ähnliches gilt für den Einsatz von KIS: Sie können die Kommunikation verbessern und zu mehr Patientenautonomie führen, dürfen aber keine negativen Auswirkungen auf die Arzt-Patienten-Beziehung haben. Die ZEK hat zwei Arbeitsgruppen eingesetzt, die diese Themen vertieft reflektieren. Die Stellungnahmen werden im Verlaufe des Jahres publiziert.

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Ethik

19.03.2026

Futility in der Psychiatrie: Wenn Behandlungen an ihre Grenzen stossen

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In der somatischen Medizin ist der Begriff der therapeutischen Aussichtslosigkeit (Futility) etabliert. Die SAMW hat das Thema u. a. im Kontext der Pandemie vertieft und 2021 Überlegungen zum Konzept der Futility in der Medizin veröffentlicht. Ausgelassen wurden Fragen rund um Wirkungslosigkeit und Aussichtslosigkeit in der psychiatrischen Versorgung. Eine international und interdisziplinär aufgestellte Expertengruppe hat diese Lücke geschlossen und ein Konsenspapier veröffentlicht, der hier zur Lektüre (auf Englisch) empfohlen sei.

Wann ist eine psychiatrische Behandlung nicht mehr sinnvoll, weil ihr erwartbarer Nutzen nicht mehr in einem angemessenen Verhältnis zu den damit verbundenen Belastungen steht? Damit hat sich eine Expertengruppe in der Paul Hoff, Präsident der Zentralen Ethikkommission der SAMW, mitgearbeitet hat, auseinandergesetzt und verschiedene Konzepte der Futility diskutiert. In ihrem Konsenspapier präsentiert sie einen ethischen Ansatz zur Beurteilung von Futility in der Psychiatrie, zeigt Risiken und Potenziale von solchen Einschätzungen auf und formuliert Anforderungen an transparente, partizipative Entscheidungsprozesse. Laden Sie den Artikel herunter und vertiefen Sie das Thema auf unserer Website.

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Akademie

17.03.2026

Ausschreibung der Prix Média-Preise 2026

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Die Akademien der Wissenschaften Schweiz (a+) würdigen mit den Prix Média-Preisen exzellente journalistische Beiträge aus der Wissenschaft und Forschung. Bewerbungen für alle drei Preise – Prix Média, Prix MultiMédia und Prix Média Newcomer – können bis zum 17. Mai 2026 eingereicht werden.

Seit über zehn Jahren zeichnet der Prix Média herausragende Arbeiten im Wissenschaftsjournalismus aus. Er würdigt die wichtige Rolle der Journalistinnen und Journalisten an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Der Prix Média ist mit 10'000 CHF dotiert. Zudem wird der Prix MultiMédia für innovative Formen des Storytellings ausgeschrieben, und Nachwuchstalente mit Ideen für wissenschaftsjournalistische Beiträge können sich für den Prix Média Newcomer bewerben, um ihre Projekte umzusetzen. Mehr Informationen finden sie auf der Website von a+.

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Projekte

16.03.2026

CAS One Health: Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt

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Um die komplexen Probleme unserer Zeit zu lösen, müssen alle Disziplinen, Sektoren und Bevölkerungsgruppen zusammenarbeiten. Dies gilt auch für die Medizin: der internationale Ansatz «One Health», den die SAMW in ihren Positionspapieren unterstützt, verfolgt das Ziel, ein Gleichgewicht zwischen der Gesundheit von Mensch, Tier und Ökosystemen zu fördern. Die Universität Bern bietet hierzu einen CAS-Lehrgang in neun Modulen an. Das Programm startet im September, Anmeldefrist ist am 31. Mai 2026.

Die Weiterbildung vermittelt theoretische und praxisorientierte Grundlagen des One-Health-Ansatzes aus interdisziplinären und sektorübergreifenden Perspektiven. Der Studiengang umfasst vier Basismodule und fünf thematische Vertiefungsmodule. Das «Network for Transdisciplinary Research» (td-net) der Akademien Schweiz (a+) ist an der Durchführung der Basismodule beteiligt. Detaillierte Informationen finden Sie auf der Website der Universität Bern. Das Positionspapier der SAMW «Umweltbewusste Gesundheitsversorgung in der Schweiz» können Sie hier herunterladen.

Positionspapier herunterladen (PDF)

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