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News

8.05.2012  | Veranstaltungshinweis

«Personalised Medicine in Clinical Research»
SCTO-Symposium 2012

Donnerstag, 14. Juni 2012
Universitätsspital Zürich

Das dritte Symposium der Swiss Clinical Trial Organisation (SCTO) widmet sich dem Thema «Personalisierte Medizin in der klinischen Forschung». National und international führende Experten werden Einblicke in die neusten Entwicklungen in diesem höchst dynamischen Forschungsfeld geben.
Das Symposium hat sich zu einer wichtigen, multidisziplinären Konferenz für alle entwickelt, die in der klinischen Forschung in der Schweiz engagiert sind, sowohl für Fachpersonen aus der Akademie und Industrie, als auch für Vertreter von Gesundheitsbehörden und Patientenorganisationen.

Parallel zu den Präsentationen und Diskussionen gibt es die Möglichkeit, aktuelle Ergebnisse aus der klinischen Forschung im Rahmen einer Poster Session vorzustellen (Call for abstracts bis zum 15. Mai 2012).

Weitere Informationen, Programm und Anmeldung

3.04.2012  | Medienmitteilung

Medical Board: Zwei Themen für die im Jahr 2012 zu evaluierenden medizinischen Leistungen sind festgelegt

Die Trägerschaft des Swiss Medical Board, zu der auch die SAMW gehört, hat für das Jahr 2012 die Analyse von drei medizinischen Leistungen in Auftrag gegeben.

Es handelt sich dabei um die chirurgische Entfernung von Lebermetastasen bei einem Darmkrebs und die Anwendung von Computertomographie bei der Diagnose koronarer Herzerkrankungen. Über die Fragestellung des dritten geplanten Berichtes wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.

Die Auswahl der Fragestellungen erfolgte zum einen aufgrund von Empfehlungen aus der Ärzteschaft. Zudem wurden kürzlich im Ausland veröffentlichte HTA-Berichte identifiziert, welche für das schweizerische Gesundheitswesen relevant sind. Anhand dieser Beispiele sollen erste Erfahrungen gemacht werden, ob und inwiefern ausländische Berichte und Empfehlungen für die Schweiz übernommen werden können. Damit nimmt das Swiss Medical Board die Bestrebungen auf, Synergien zwischen den HTA-Agenturen zu nutzen, wie dies auch in der internationalen Zusammenarbeit angestrebt wird.
 

Medienmitteilung PDF

Weitere Informationen

29.03.2012  | Publikation der akademien-schweiz

Nutzen und Wert medizinischer Leistungen

«Methoden zur Bestimmung von Nutzen bzw. Wert medizinischer Leistungen»: Diese Studie haben im Auftrag der Akademien der Wissenschaften PD Dr. Matthias Schwenkglenk und Dr. Florian Gutzwiller vom Institut für pharmazeutische Medizin der Universität Basel erstellt.

Der Bericht beschreibt die Methoden zur Bewertung medizinischer Leistungen sowie deren Anwendung in verschiedenen Ländern mit Vor- und Nachteilen. Es erfolgt eine zusammenfassende Beurteilung der möglichen Bedeutung dieser Methoden für die Schweiz. Die Studie wurde im Rahmen einer Tagung am 29. März 2012 in Bern der Öffentlichkeit vorgestellt.

Weitere Informationen und Download der Studie

14.03.2012  | Stellungnahme der Zentralen Ethikkommission

Probleme bei der Durchführung ärztlicher Suizidhilfe

In Einzelfällen besteht eine nicht vertretbare Praxis der ärztlichen Suizidhilfe. Eine gesamtgesellschaftliche Diskussion über die Grenzen der Suizidhilfe ist unerlässlich.

Anfragen an die Zentrale Ethikkommission (ZEK) haben gezeigt, dass in Einzelfällen eine nicht vertretbare Praxis der ärztlichen Suizidhilfe besteht, und zwar teilweise mit, teilweise aber auch ohne Beteiligung einer Sterbehilfeorganisation. Die ZEK hat dies zum Anlass genommen, in einer Stellungnahme auf die in den massgebenden Richtlinien zur Betreuung von Patientinnen und Patienten am Lebensende aufgeführten Kriterien hinzuweisen und die Voraussetzungen für deren Einhaltung zu präzisieren.

Stellungnahme (pdf)

29.02.2012  | Medienmitteilung

Ärzte dürfen die medizinische Begleitung von Ausschaffungen verweigern

Stellungnahme der SAMW: Unter Umständen, die eine medizinische Beurteilung und Behandlung beeinträchtigen, ist der Arzt verpflichtet, die ärztliche Begleitung der Ausschaffung zu verweigern.

Inhaftierte Personen haben bei der Gesundheitsversorgung dieselben Rechte wie jeder andere Patient. Das hält die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) in einer Stellungnahme fest, die heute in der «Schweizerischen Ärztezeitung» veröffentlicht wird. Danach dürfen inhaftierte Hungerstreikende nur dann zwangsernährt werden, wenn sie nicht mehr urteilsfähig sind und wenn keine anderslautende Patientenverfügung vorliegt. Bei der Ausschaffungshaft gilt: Unter Umständen, die eine medizinische Beurteilung und Behandlung beeinträchtigen, ist der Arzt verpflichtet, die ärztliche Begleitung der Ausschaffung zu verweigern.

Medienmitteilung (pdf)

Stellungnahme (pdf)

Neuer Anhang Richtlinien (pdf)

Richtlinien «Ausübung der ärztlichen Tätigkeit bei inhaftierten Personen» (pdf)

24.02.2012  | Newsletter

SAMWbulletin 1/2012 erschienen

Schwerpunktthema: Geisteswissenschaften im Medizinstudium
 

Weitere Themen:

PSA-Test nicht geeignet zur Früherkennung des Prostatakarzinoms; Das elektronische Patientendossier ist schwer durchsetzbar; Forschungsförderung; Die ZEK präzisiert die Verantwortlichkeiten der Ärzte im Strafvollzug; Die ZEK nimmt Stellung zur Durchführung
von ärztlicher Suizidhilfe; Neuer Leiter Öffentlichkeitsarbeit.

SAMWbulletin 1/2012

Weitere SAMWbulletins

16.02.2012  | Flagship-event of the swiss-academies

Medicine in the 21st century: IT as a «magic bullet»?

Friday, 16 March 2012
SNF, Berne

Recent technological advances have revolutionised genome and proteome analyses of individual patients. This progress paves the way for future development and improvement of individualised (or personalised) medicine.

For this vision to become reality, vast amounts of digitalized personal data must be collected and analysed, for which an automated exchange of data and highly developed information technology will be necessary. The EU-Flagship-project «IT Future of Medicine» aims to develop the necessary knowledge and technology. The final goal is to create digital models of individual patients (the «virtual patient»), which can be used by physicians to suggest the best possible medical treatment.

The Swiss Academies of Arts and Sciences are organising a conference, aiming to inform the Swiss scientific community about the project, and more generally about the impact of IT on modern medicine and the possible reconstruction of the patient as an individual but virtual model. The event should help to form an opinion on these fascinating issues.

The conference will take place on 16 March 2012 (13:15 - 18:00) in Bern (SNF). The organisers welcome scientists of all fields, press representatives, interested decision makers as well as the general public.

Further information and registration

Conference flyer (pdf, 1.4 MB)

20.12.2011  | Stellungnahme akademien-schweiz

Akademien der Wissenschaften Schweiz äussern sich skeptisch zum Bundesgesetz über das elektronische Patientendossier

Bund und Kantone haben 2007 die «Strategie eHealth Schweiz» verabschiedet. eHealth bezeichnet den Einsatz der elektronischen Datenverarbeitung im Gesundheitssystem;

man erhofft sich davon eine Verbesserung der Abläufe und eine Vernetzung aller Beteiligten, d.h. von Patienten, Ärzten und weiteren Gesundheitsfachleuten. Die Strategie sieht auch die Ausarbeitung rechtlicher Grundlagen für die Einführung, Verbreitung und Weiterentwicklung eines elektronischen Patientendossiers vor. Die Akademien der Wissenschaften Schweiz äussern sich allerdings skeptisch zum Entwurf eines entsprechenden Gesetzes, den der Bundesrat im September 2011 veröffentlicht hat.

Medienmitteilung (PDf)

Stellungnahme (PDF)

15.12.2011  | Medienmitteilung

Medical Board fordert Zurückhaltung bei der Operation von osteoporotischen Wirbelkörperbrüchen

Das Swiss Medical Board hat einen weiteren Bericht veröffentlicht.

Wirbelkörperbrüche infolge von Osteoporose (Knochenschwund) lassen sich mittels Zementinjektionen (Vertebroplastie oder Kyphoplastie) stabilisieren. Die mittelfristige Zusatzwirkung der Zementinjektion gegenüber konservativer Behandlung ist jedoch fraglich. Das Swiss Medical Board empfiehlt zudem mittels prospektiver Studien genauer abzuklären, bei welchen Patienten der operative Eingriff wirksam ist.

Medienmitteilung (PDF)

1.12.2011  | Medienmitteilung

Versorgungsforschung im Gesundheitswesen:
Bangerter-Stiftung und SAMW lancieren Förderprogramm

Die Gottfried und Julia Bangerter-Rhyner-Stiftung und die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften lancieren gemeinsam ein Förderprogramm «Versorgungsforschung im Gesundheitswesen».

Die Versorgungsforschung bildet die Brücke zwischen biomedizinischer und klinischer Forschung einerseits und medizinischen Interventionen unter Alltagsbedingungen andererseits; ihr Forschungsgegenstand ist gewissermassen die «letzte Meile» zum Patienten. Die Versorgungsforschung gewinnt international zunehmend an Bedeutung. Mit ihrem Förderprogramm möchten die Bangerter-Stiftung und die SAMW dazu beitragen, dass dieser Forschungszweig auch in der Schweiz etabliert und ausgebaut wird.

Für die Periode 2012-2016 stellt die Bangerter-Stiftung zu diesem Zweck 1 Million CHF pro Jahr zur Verfügung.

Medienmitteilung PDF

Weitere Informationen zum Förderprogramm

30.11.2011  | Medienmitteilung

Umsetzung der Empfehlungen des Swiss Medical Board führt zur Auslösung eines Umstrittenheitsverfahrens

Das Swiss Medical Board überprüft das Kosten-Nutzen-Verhältnis medizinischer Massnahmen; daraus werden Empfehlungen zuhanden der politischen Entscheidungsträger und der Leistungserbringer formuliert.

Erstmals hat die Trägerschaft des Swiss Medical Board vor kurzem beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) die Auslösung eines Umstrittenheitsverfahrens beantragt. Konkret soll die katheter-basierte Behandlung der schweren Mitralklappeninsuffizienz künftig nur noch unter bestimmten Bedingungen durch die Grundversicherung vergütet werden.

Medienmitteilung (PDF)

 

28.11.2011  | Ethik

Empfehlungen «Strukturen zur ethischen Unterstützungen in der Medizin»: Vernehmlassung eröffnet

Der Einbezug einer Ethikstruktur kann eine zusätzliche Unterstützung bei der Entscheidungsfindung in ethisch heiklen Situationen darstellen.

Ethikstrukturen sind jedoch nur dann hilfreich, wenn sie ihre Aufgaben adäquat erfüllen können. Aus diesem Grund hat die Zentrale Ethikkommission im Anfang 2009 eine Subkommission beauftragt, Empfehlungen zur Qualität und Nachhaltigkeit der klinisch-ethischen Entscheidungsfindung auszuarbeiten. Ein Entwurf solcher Empfehlungen liegt nun vor. Die von Prof. Samia Hurst aus Genf geleitete Subkommission äussert sich darin zu den Zielen und Aufgaben von Ethikstrukturen, zu den Grundvoraussetzungen für deren Etablierung und zur Qualitätssicherung. In einem Anhang werden diverse Methoden der Ethikunterstützung kurz vorgestellt, Anforderungen an Ethikstrukturen für spezifische Bereiche beschrieben und Überlegungen zur Qualität formuliert.

Der Senat hat die Empfehlungen anlässlich seiner Sitzung vom 24. November 2011 zur Vernehmlassung verabschiedet; diese läuft bis Ende Februar 2012.

  • Empfehlungen «Strukturen zur ethischen Unterstützung in der Medizin» (PDF)
  • Anhang zu den Empfehlungen «Strukturen zur ethischen Unterstützung in der Medizin» (PDF)
  • Fragekatalog (Word)
11.11.2011  | Medienmitteilung

Bericht des Swiss Medical Board zum PSA-Screeningtest

In seinem Ende Oktober 2011 veröffentlichten Bericht kommt das Swiss Medical Board - in dessen Trägerschaft auch die SAMW mitwirkt - zum Schluss, dass der PSA-Test nicht geeignet ist zur Früherkennung des Prostatakarzinoms bei symptomlosen Männern.

Das Swiss Medical Board hat zum Ziel, diagnostische Verfahren und therapeutische Interventionen aus der Sicht der Medizin, der Ökonomie, der Ethik und des Rechts zu analysieren. Dabei geht es im Kern um die Beurteilung des Kosten-Wirksamkeits-Verhältnisses medizinischer Leistungen.

Rund 5‘700 Männer erkranken jährlich in der Schweiz an Prostatakrebs. Wird dieser rechtzeitig erkannt, erhöht dies die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung. Zur Früherkennung stützt man sich dabei unter anderem auf die Bestimmung des prostataspezifischen Antigens im Blut („PSA-Test“). Das Swiss Medical Board hat nun untersucht, ob diese Methode eine zuverlässige Früherkennung bei symptomlosen, familiär nicht vorbelasteten Männern erlaubt. In seinem neuesten Bericht kommt das Swiss Medical Board zum Schluss, dass der PSA-Test in diesen Fällen nicht hilfreich ist und deshalb nicht angezeigt ist.

Medienmitteilung

Bericht «Stellenwert des PSA-Wertes bei der Früherkennung des Prostatakarzinoms»

8.11.2011  | Publikation

Genetik im medizinischen Alltag: Neuauflage des Leitfadens für die Praxis

Die Entwicklung der Molekulargenetik und ihrer technologischen Werkzeuge ist rasant – ein Leitfaden der SAMW bringt Orientierung.

Auch wenn zehn Jahre nach der Sequenzierung des menschlichen Genoms die prognostizierte «Revolution in der Medizin» weitgehend ausgeblieben ist, wächst das Wissen in der medizinischen Genetik schneller, als es in der Praxis umgesetzt werden könnte. Neue diagnostische Möglichkeiten, Gentests aus dem Internet, aber auch eine Vielzahl genetischer Studienergebnisse stellen ÄrztInnen sowie PatientInnen vor viele neue Herausforderungen. Dies hat die SAMW veranlasst, 2004 einen Leitfaden «Genetische Untersuchungen im medizinischen Alltag» zu veröffentlichen.

Mehrere Autoren und ein erweitertes Redaktionsteam haben den Leitfaden in diesem Jahr umfassend überarbeitet und um diverse wichtige und aktuelle Themen, wie z.B. Epigenetik, Personalisierte Medizin, psychische Erkrankungen sowie Ethik, ergänzt. Die Broschüre möchte auch in Zukunft eine nützliche Informationsquelle und Hilfe bei der konkreten Auseinandersetzung mit medizinischen, ethischen, rechtlichen, und psychosozialen Fragen im Zusammenhang mit der modernen Genetik sein.

Der Leitfaden «Genetik im medizinischen Alltag» steht als gedruckte Broschüre oder als PDF zum Download zur Verfügung.

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31.10.2011  | Forschungsförderung

Wechsel in der Geschäftsführung der SCTO

Auf gemeinsame Initiative des Schweizerischen Nationalfonds und der SAMW wurde 2009 die «Swiss Clinical Trial Organisation» (SCTO) gegründet.

Sie ist die Dachorganisation für klinische Forschung in der Schweiz; zu ihren Hauptaufgaben gehört die Koordination der sechs «Clinical Trial Units» an den Universitätsspitälern und am Kantonsspital St. Gallen. Die erste Geschäftsführerin der SCTO, Dr. Claudia Weiss, hat per Ende Oktober 2011 ihren Rückritt erklärt, um sich einer neuen beruflichen Herausforderung zu stellen. Dieser Führungswechsel fällt zusammen mit dem Übergang von der Aufbau- in die Konsolidierungsphase der SCTO.

Als neue Geschäftsführerin hat der SCTO-Vorstand Annette Magnin aus Winterthur gewählt. Die ausgebildete Apothekerin hat jahrelang in verantwortlicher Position bei einer Clinical Research Organisation gearbeitet; sie war zuständig für die Betreuung klinischer Studien und für die Ausbildung von Prüfärzten. Ausserdem ist sie in verschiedenen fachlichen und standespolitischen Gremien engagiert. Annette Magnin ist verheiratet und Mutter einer 11-jährigen Tochter. Sie tritt die neue Stelle am 1. Februar 2012 an. Bis dahin wird Dr. Katrin Crameri, Leiterin des Ressorts «Wissenschaft und Forschung» der SAMW, interimistisch als Geschäftsführerin der SCTO tätig sein.

Weitere Informationen zur SCTO sind abrufbar unter www.scto.ch

28.10.2011  | Bericht

EASAC-Bericht «Impact of engineered nanomaterials on health»

Der Bericht beschäftigt sich mit den Nanomaterialien, einem Bereich also, welcher das Potential hat, Innovation, Wirtschaftswachstum und Wettbewerbsfähigkeit in Europa voranzubringen.

Das Dokument des European Academies Science Advisory Council (EASAC) betont die Notwendigkeit gemeinsamer wissenschaftlicher und gesetzlicher Rahmenbedingungen, um möglichen Auswirkungen von Nanomaterialien auf die Gesundheit und die Umwelt zu begegnen. Die Autoren weisen darauf hin, dass die Entwicklung neuer Generationen von Nanomaterialien die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Forschenden noch wichtiger werden lässt.

Bericht PDF

27.10.2011  | Stellungnahme

MedBG-Revision: Die SAMW reagiert skeptisch

Das Medizinalberufegesetz (MedBG) ist erst seit dem Jahre 2007 in Kraft. Die SAMW befürchtet, dass die vorgesehene Revision zu administrativer Mehrbelastung und unnötigen Einschränkungen führen wird.

Im Zentrum der geplanten Revision des Medizinalberufegesetzes stehen die bessere Verankerung der Grundversorgung sowie die Aufnahme der Komplementärmedizin bei der Aus- und Weiterbildung. Gleichzeitig soll der aktuelle Stand der Rechtsprechung bei der gegenseitigen Diplomanerkennung zwischen der Schweiz und der EU im Gesetz aufgenommen werden. Aus Sicht der SAMW kommt diese Revision frühzeitig und vermag nicht in allen Punkten zu überzeugen.

Stellungnahme PDF

30.09.2011  | Stellungnahme akademien-schweiz

Präimplantationsdiagnostik: Die Akademien sehen den Gesetzesentwurf auf dem richtigen Weg

Die Akademien der Wissenschaften Schweiz begrüssen die Aufhebung des Verbots der Präimplantationsdiagnostik (PID), wie sie die im Juni 2011 vorgestellte Revision des Fortpflanzungsmedizingesetzes vorsieht.

Gegenüber dem ersten Entwurf im Jahr 2009 sind deutliche Verbesserungen feststellbar. Wichtig ist auch die geplante Änderung von Artikel 119 der Bundesverfassung; damit werden die notwendigen Rahmenbedingungen für die Einführung der PID in der Schweiz geschaffen.

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14.09.2011  | Stellungnahme

Die SAMW begrüsst die vorgeschlagene Teilrevision des Transplantationsgesetzes

Seit dem 1. Juli 2007 sind die rechtlichen Voraussetzungen für Organtransplantationen im Bundesgesetz über die Transplantation von Organen, Geweben und Zellen (Transplantationsgesetz) festgehalten.

Aufgrund von Interpretationsschwierigkeiten in der Praxis plant der Bundesrat bereits eine erste Revision des Gesetzes.
In ihrer Stellungnahme begrüsst die SAMW die vorgeschlagenen Änderungen vollumfänglich. Die vorgeschlagene Teilrevision berücksichtigt die Erfahrungen seit Inkraftsetzung des Transplantationsgesetzes und nimmt wichtige Anliegen aus der Praxis auf; sie trägt damit dazu bei, dass die Transplantation von Organen weiterhin eine erfolgreiche und fest etablierte Behandlungsmethode bleibt.

Stellungnahme PDF

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Weitere Informationen zum Thema Organtransplantation

26.08.2011  | Publikation

Zukünftige Berufsbilder von ÄrztInnen und Pflegenden: Bericht 2007 und Kommentar 2011

Im Rahmen des Projektes «Zukunft Medizin Schweiz» haben sich Gesundheitsfachleute verschiedenster Disziplinen über die zukünftigen Berufsbilder im Gesundheitswesen Gedanken gemacht.

Heraus kam ein Bericht, der einige Resonanz auslöste und Diskussionsgrundlage war rund um die Berufsidentitäten und ihre Veränderungen. Gemeinsam mit VertreterInnen aus den Geistes- und Sozialwissenschaften wurde das Thema an einer 1-tägigen Veranstaltung im Sommer 2009 weiter verfolgt und vertieft.

Fast vier Jahre nach der Veröffentlichung des Berichtes kam die damalige Arbeitsgruppe zu einem Rückblick und Ausblick zusammen und prüfte, ob sie einen – und allenfalls welchen – Beitrag leisten kann bei der Umsetzung der damaligen Empfehlungen. Als eine der Massnahmen wurde beschlossen, den Bericht aus dem Jahre 2007 unverändert (quasi als «historisches Dokument») zu veröffentlichen und ihm einen aktuellen Kommentar anzufügen.

Bericht PDF

9.08.2011  | Kommentar

«Es gibt nur einen Tod»

Kommentar zu den zentralen Revisionspunkten der Richtlinien «Feststellung des Todes mit Bezug auf Organtransplantationen»

In der Aargauer Zeitung vom 5. August 2011 erschien ein Artikel von D. Battaglia zum Thema «Wann ist man tot genug für die Organentnahme?»; darin waren einige Aussagen missverständlich. Im nachstehenden Kommentar werden deshalb die zentralen  Revisionspunkte der Richtlinien noch einmal erläutert.

Kommentar PDF

4.07.2011  | Stellungnahme

Initiative "Ja zur Hausarztmedizin": SAMW-Stellungnahme zum Gegenvorschlag

Die SAMW hat in einem ausführlichen Schreiben Stellung genommen zum Gegenvorschlag des Bundes zur Initiative "Ja zur Hausarztmedizin".

Auch wenn die SAMW die Sorge der Hausärzte um eine gute medizinische Grundversorgung für die Bevölkerung teilt, findet sie es grundsätzlich richtig, der Initiative einen Gegenvorschlag gegenüber zu stellen; in der vorliegenden Form vermag dieser jedoch nicht zu überzeugen.

Stellungnahme PDF

30.06.2011  | Medienmitteilung

Organtransplantation: SAMW revidiert die Richtlinien zur Feststellung des Todes

Der Senat der SAMW hat die überarbeiteten Richtlinien Ende Mai einstimmig genehmigt; per 1. September werden sie in Kraft gesetzt. Voraussichtlich zeitgleich wird der Verweis auf die SAMW-Richtlinien im Anhang der Verordnung zum Transplantationsgesetz aktualisiert.

Die aktuell gültigen Richtlinien «Feststellung des Todes mit Bezug auf Organtransplantationen» stammen aus dem Jahr 2005. Da sie im Zusammenhang mit dem 2007 in Kraft getretenen Transplantationsgesetz in der Praxis zu Interpretationsschwierigkeiten führten, hat die SAMW eine Subkommission unter Leitung von Prof. Jürg Steiger aus Basel mit deren Überarbeitung beauftragt.

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Richtlinien PDF

28.06.2011  | Forschungsförderung

MD-PhD-Programm: 12 neue Stipendien vergeben

Das MD-PhD-Programm fördert den wissenschaftlich interessierten Nachwuchs in der Medizin, um die Lücke zwischen Grundlagenforschung und patientenorientierter klinischer Forschung zu schliessen.

Das MD-PhD-Programm ist ein Nachwuchsförderungsprogramm, welches 1992 auf Initiative der SAMW und des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) gegründet wurde. Die SAMW vergibt jedes Jahr gemeinsam mit dem SNF und unter Mithilfe privater Stiftungen MD-PhD-Stipendien an forschungsinteressierte Ärztinnen und Ärzte für ein 3-jähriges Zweitstudium in den Bereichen Naturwissenschaft, Public Health, Epidemiologie und Ethik. Neben dem SNF, der einen Grossteil der Stipendien finanziert, und der SAMW sind folgende Stiftungen am MD-PhD-Programm beteiligt: Stiftung Prof. Dr. Max Cloëtta, Fondation Suisse de Recherche sur les Maladies Musculaires, Roche, Fondation Louis-Jeantet, Krebsforschung Schweiz und die Velux Stiftung.

Von insgesamt 21 BewerberInnen haben 2011 12 Personen ein Stipendium im Rahmen des Programms zugesprochen erhalten.

Liste der StipendiatInnen PDF
 

23.06.2011  | Medienmitteilung

Zertifikate in der Medizin: SAMW veröffentlicht Empfehlungen

Leistungserbringer im Gesundheitswesen sind gesetzlich verpflichtet, sich über die Qualität ihrer Leistungen auszuweisen. Als Reaktion darauf gibt es eine zunehmende Zahl von Zertifikaten bzw. Qualitätslabels.

Häufig ist jedoch unklar, wofür diese Zertifikate stehen, auf welchen Grundlagen sie beruhen und welches ihre Gültigkeitsdauer ist. Diese Situation hat die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) bewogen, Empfehlungen zur «Zertifizierung im medizinischen Kontext» auszuarbeiten. Die Empfehlungen sind in der neuesten Ausgabe der Schweizerischen Ärztezeitung veröffentlicht und richten sich an Zertifizierungsstellen, Leistungserbringer, Versicherungen und Behörden. Den Patienten können sie helfen, sinnvolle von nutzlosen Zertifikaten zu unterscheiden.

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Empfehlungen «Zertifizierung im medizinischen Kontext» PDF

6.06.2011  | Medienmitteilung

Neue Patientenverfügung der FMH und der SAMW

Mit einer Patientenverfügung sorgt man für Situationen vor, in denen man nicht mehr selbst entscheiden kann, und hält im Voraus fest, welchen medizinischen Massnahmen man zustimmt und welche man ablehnt.

Die FMH und die SAMW stellen eine Patientenverfügung zum Ausfüllen in zwei Varianten kostenlos zur Verfügung.

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Weitere Informationen und Downloads

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25.05.2011  | Medienmitteilung

Prof. Peter Meier-Abt neuer Präsident der SAMW

Der Senat der SAMW hat an seiner gestrigen Sitzung Prof. Peter Meier-Abt zum neuen Präsidenten der SAMW gewählt. Er tritt sein Amt am 1. Juli 2011 an.

Der neue Präsident der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften kommt aus Basel. An seiner Sitzung vom 24. Mai 2011 wählte der Senat der SAMW Prof. Peter Meier-Abt, Vizerektor der Universität Basel, zum neuen Präsidenten. Er wird damit Nachfolger von Prof. Peter Suter aus Genf, der dieses Amt sieben Jahre lang innehatte.

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7.04.2011  | Bericht

EASAC-Bericht zum Weltgesundheitstag 2011

Der Weltgesundheitstag wird Jahr für Jahr auf der ganzen Welt am 7. April begangen. Im Jahr 2011 steht das Thema «Verhütung von antimikrobiellen Resistenzen und ihrer Verbreitung» im Zentrum.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erinnert mit dem Weltgesundheitstag an ihre Gründung im Jahr 1948; sie legt dazu jährlich ein neues Gesundheitsthema von globaler Relevanz fest.

Der European Academies Science Advisory Council (EASAC) hat zum diesjährigen Thema vor kurzem den Bericht «European public health and innovation policy for infectious disease: the view from EASAC» veröffentlicht.

Der EASAC ist ein Dachverband der wissenschaftlichen Akademien in Europa; ihm gehören auch die Akademien der Wissenschaften Schweiz an.

Der Bericht und die dazugehörige Medienmitteilung (beide auf Englisch) sind hier abrufbar:

Medienmitteilung PDF (90 KB)

Bericht PDF (553 KB)

17.03.2011  | Factsheet

Fakten und Argumente zur Präimplantationsdiagnostik

In der Schweiz bestehen schon lange Bestrebungen, das Verbot der Präimplantationsdiagnostik zu lockern. Ein erster Revisionsvorschlag 2009 wurde allerdings in der Vernehmlassung mehrheitlich als zu restriktiv beurteilt.

Der Bundesrat plant, im Frühsommer 2011 die Vorlage für eine Verfassungsrevision und einen zweiten Entwurf zur Änderung des Fortpflanzungsmedizingesetzes zu veröffentlichen. Die SAMW hat im Hinblick darauf die aus ihrer Sicht relevanten Fakten und Argumente zum Thema Fortpflanzungsmedizin und Präimplantationsdiagnostik in einem Factsheet zusammengestellt; dieses wurde am 16. März der Parlamentarischen Gruppe «Gesundheit» vorgestellt.

Factsheet (PDF)

Weitere Factsheets der SAMW

Howald Fosco | [tm]